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Gaza Gaza
Der wohl berühmteste Darsteller und Theatermann Deutschlands, Dieter Hallervorden , hat sich unerwartet deutlich, wenn auch in feinsinniger Lyrik, auf die Seite der im Gazastreifen bombardierten Menschen gestellt. Das Video zeigt harte Bilder mit einem sensiblen Lied, nicht nur für die palästinensischen Menschen, sondern auch für eine friedliche Zukunft Israels. Trotzdem ging ein Schrei der Empörung durch den deutschen Blätterwald. Das ist bemerkenswert, waren doch Hallervordens Worte so empathisch wie nur wenige zuvor. Die Kritik der «Jüdischen Allgemeinen» war besonders perfide.
Von Redaktion freier-denken.ch / Dieter Hallervorden, Diether Dehm und Jens Fischer Rodrian / 16. April 2024
Vor dem gleich folgenden Gedicht «Gaza, Gaza» möchte ich eines unmissverständlich klarstellen: Natürlich verurteile auch ich den Terror von Hamas. Aber ersinne mir trotzdem, trotz alledem, gleichzeitig eine neue Friedenschance für eine Zweistaatenlösung.
Damit man miteinander sprechen kann, braucht man ein Schweigen der Waffen und die sofortige Freilassung aller Geiseln. Ich weiß aber auch, Grausamkeiten haben zumeist Vorgeschichten. Und kein Mensch wird als Terrorist geboren.
Die Reaktionen siehe:
freier-denken.ch/gaza-gaza/
Der Text:
Gaza, Gaza.
Ein Mann drückt zerfetzte Fingerchen
an seinen Bart, beim Flüstern, fest dran.
Was haben denn die zarten Dingerchen
den Herrn Generälen getan?
Dann hebt er den Rumpf seiner Kleinen
zu Allah, in die Sonne, zum Mond.
Und wieder haben wir da einen,
der nichts und niemanden schont.
Soll ich diesem Vater empfehlen,
so cool wie ein Talkgast zu sein?
Sich bloß in keinem Wort zu verfehlen,
das antisemitisch erscheint?
Sie geloben Apartheid die Treue.
Von Ampel bis AfD.
Sie liefern Granaten aufs Neue.
Bittend, zart damit umzugehen.
Beim Menschen-wie-Viecher-vertreiben.
Mit Hunger und mit Drohnen.
Dieser Kinderfriedhof wird bleiben.
Als Albtraum für Generationen.
Die aus Ohnmacht brodelnde Kraft
hat sich nie jemand selbst ausgesucht.
Doch die Macht, die die Bestien schafft,
aus kaltem Kalkül, sei verflucht.
Gaza, Gaza.
Ich schlag meine Augen nieder
vor der Ohnmächtigen Geschrei.
Vor deinen zerfetzten Gliedern.
Und ich frag mich da immer wieder,
und das soll kein Völkermord sein?


